Liaison von Kultur und Moderne: „Designed in China“

Making-Of

Making-Of! Nach offiziellen Statistiken des chinesischen Erziehungsministeriums waren in den vergangenen Jahren weit mehr als eine Millionen Menschen für ein Studium in Kunst und Design eingeschrieben, was rund zehn Prozent der gesamten Studierenden in China ausmacht. Folglich ist es auch nicht verwunderlich, dass das Label „Made in China“ zukünftig durch „Designed in China“ ersetzt werden wird. Für den schwäbischen Automobilhersteller Mercedes-Benz Grund genug, um auf der Suche nach der Mobilität von Morgen im Zentrum von Chinas Kulturerbe, Peking, eines von weltweit sechs „Advanced Design Center“ als wichtige Dependance zu etablieren.

Neben dem Neonkleid der Luxuskaufhäuser ist nach wie vor in jeder Zelle der Megacity die jahrtausendealte Geschichte auf unterschiedliche Art und Weise spürbar. Diese pulsierende Vielfalt gilt es einzufangen und in kreative Gestaltungskonzepte zu übersetzen, ohne jedoch Kultur und aktuelle Problemstellungen außer Acht zu lassen: Angesichts stetigen Wachstums sind die Straßen stark überlastet, es mangelt an Parkmöglichkeiten und der Smog hängt über der Stadt wie ein grauer Schleier. Intelligentes und vor allem vorausschauendes Transportation Design ist hier notwendig, um Kultur und Design zusammen zu bringen. Doch der Blick der Designer schweift noch weiter, in jene Bereiche, die für jemand Außenstehenden nicht sichtbar scheinen.

© Video: Mercedes-Benz

Draw Pen Case / HeritageChuck – The Flexible Wall ShelfNike Tech Pack Hyperfuse Collection

Verführerische Illustrationen: „Kamasutra“ von M. Favre

Illustration

Illustration! Das vermutlich zwischen 200 und 300 n. Chr. in Sanskrit geschriebene Kamasutra stammt ursprünglich aus Indien und gehört zu den einflussreichsten Werken der Weltgeschichte. Dabei enthält es sehr detaillierte Anleitungen der Erotik und gilt noch heute als Leitfaden der Liebeskunst. Demnach ist es nicht besonders abwegig, wenn einer der „heißesten“ Namen in der Welt der Buchillustration geradezu von femininer Sinnlichkeit besessen scheint: Die gebürtige Französin und aktuell in London beheimatete Illustratorin Malika Favre gestaltete auf künstlerische und eigenwillig-verruchte Art und Weise in attraktiver Form das Schrifttum „Kamasutra“ neu.

DIGALOG – Zwischen Gestaltung und Profession

Reportagen

Dokumentation! In welche Richtung entwickelt sich die Profession des Designers? In den letzten 20 Jahren hat sich das Berufsbild gewandelt, das steht außer Frage, doch wie definieren sich die heutigen Gestaltungswerkzeuge durch die stetige Weiterentwicklung von analog zu digital? Einen Aufschluss darüber, welchen zukünftigen Entwicklungen und Herausforderungen sich Kreative stellen müssen, gewährt die von Nelly Hempel entstandene Dokumentation „Digalog - Gestaltung im Kontext des Informationszeitalters“.

Die Absolventin der Hochschule Anhalt beschäftigte sich in ihrer Masterthesis mit der Thematik Profession des Designers. Mittels Dialog zwischen ausgewählten Personen veranschaulicht und kommentiert Nelly Hempel mit einem 16-minütigem Kurzfilm nicht nur die Thematik unserer heutigen postmodernen Informationsgesellschaft, sondern lässt dabei gleichzeitig zukünftige Tendenzen in der Entwicklung der Profession erkennen. Ein aufschlussreiche Dokumentation, die definitiv zum Nachdenken anregt.

© Video: Nelly Hempel (via Design Tagebuch)

feinARTIGE’e Mixtapes #1 – NSA Edit

Mixtapes

Mixtapes! Warum solltest Du nicht für den NSA arbeiten? - schließlich befinden wir uns doch mitten drin, im Jahr der Überwachung. Dieser Frage sind das deutsch-dänische Duo „feinARTIG“ nachgegangen und haben mit ihrem ersten Mix eine gute Melodie zur Sinnesbefreiung geliefert. Es gilt also, egal ob im Atelier, Office oder Studio, für rund 60 Minuten der Big-Data-Maschinerie zu entfliehen und der eigenen Kreativität beim hören der sphärischen Grooves den nötigen Freiraum zu gewähren, den es braucht.

Kultobjekt aus den 50er Jahren: Lina Bo Bardi’s Bowl Chair

Furniture

Furniture! Die im Jahre 1914 in Rom, Italien, geborene Architektin und Designerin Achillina Bo, heute besser bekannt als „Lina Bo Bardi", zählte zu Lebzeiten neben Charlotte Perriand oder Eileen Gray nicht gerade zu den Größen des Möbeldesigns. Dennoch, ihre visionären Entwürfe der 50er Jahre sind aus der Geschichte des Designs nicht mehr wegzudenken. Sichtbar wird dies bspw. durch den im Jahre 1951 entworfene „Bowl Chair" - ein halbkugelförmiger Sitz, der auf einer metallischen Ringstruktur mit vier Beinen ruht - der in seiner elegant-schlichten Form die Konvergenz zwischen einfachen, funktionalen und organischen Formen ausgezeichnet widerspiegelt.

feinARTIGE’e Mixtapes

Inspiration

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Look des Tages

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Behind the blog


Wurde anfangs gerne von einem „Hype“ gesprochen, ist Social Media heute eine Erweiterung gesellschaftlicher Kommunikationskanäle in die digitale Welt. Die fortwährende Entwicklung der Medienlandschaft hat die bestehenden Strukturen des Shannon-Weaver-Modells grundlegend geändert - und so scheint es, dass bspw. Konsumenten weitgehend resistent sind gegenüber einstige Werbebotschaften. In diesem Zusammenhang bat mich das deutschlandweit agierende Branchennetzwerk #SoMe in Kooperation mit der oldenburgischen Industrie- und Handelskammer eine Kolumne für das Magazin „Oldenburgische Wirtschaft“ zu verfassen: „Facebook - Hype oder Chance“.