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Good Design is a Tough Job
Veröffentlicht am 20. Februar 2012 von Kim-Christopher Granz - 1 Kommentar

40 Projekte. 20 Thesen. 1 Manifest! Design wird meistens nur danach beurteilt, ob es gefällt oder nicht. Grundsätzlich ist diese Betrachtungsweise richtig, doch stellt sie eben nur ein Kriterium unter vielen dar. Was genau ist gutes Design und vor allem auf welchen Grundlagen basiert es? Immer wieder wurden Kirsten Dietz und Jochen Rädeker, Geschäftsführer der Stuttgarter Agentur Strichpunkt, nach dem Geheimnis ihres Erfolges gefragt. Jetzt verraten sie es und liefern mit 20 Thesen eine Grundlage dafür, was gutes Design ausmacht. Thesen für eine fundierte Diskussion, die nötig ist, wenn Gestaltung nicht nur hübsch sein soll. Wenn Designer ihren Beruf nicht als Job, sondern als Haltung begreifen.

Eine These ist bei aller Ernsthaftigkeit zwar immer ein Idealzustand, der nur ganz selten erreicht wird, doch ich denke genau dieses ständige unzufrieden sein und bleiben ist so enorm wichtig. „Good Design can change the World“, ist eine dieser provokanten Thesen die es besser den je auf dem Punkt bringt! Schaut man sich den Werbemüll auf Deutschlands Straßen mal an, so sind 90 Prozent dessen, was uns an Werbeplakaten, Litfaßsäulen und Infoscreens begegnet, eine regelrechte Beleidigung fürs Auge. Würde die Messlatte wesentlich höher gelegt und so manch Information wesentlich verständlicher gestaltet werden, so sähe die Welt schon deutlich besser aus.

Neben den Thesen steckt aber noch ein weiteres Geheimnis hinter dem Strichpunkt-Erfolg: der Mut, unbequem zu sein. Auch mit sich. „We try harder: Mit jedem neuen Job. Mit jeder neuen Idee. Mit jedem neuen Entwurf. Ohne Scheitern kein Erfolg.“ Genau aus diesem Grund legt Strichpunkt mit dem Buch „Good Design is a Tough Job“ Rechenschaft ab und konfrontiert einige Arbeiten der letzten 15 Jahre mit den toughesten Thesen zur Typografie seit langem. Das machen nur Mutige.

Das Buch bietet nicht nur für junge Gestalter besondere Einblicke in den Agenturalltag; es stellt gleichzeitig klar, dass sich jeder Gestalter Gedanken darüber machen sollte, wie er arbeitet und nach außen hin auftreten möchte.
Jede der 20 Thesen wird anhand der eigenen Arbeiten erläutert und beschrieben. Lege Deine eigenen Motive daneben. Nehme die Diskussion mit auf. Lerne von den Besten! Und denke daran: Ohne Ziele kein Weg. Ohne Scheitern kein Erfolg. Ohne harte Arbeit kein Lohn.







© Bilder: Strichpunkt













Kehrer Verlag
















Thomas Strobl
Durfte ich beim Buchhändler meines Vertrauens bereits probelesen. Sehr optimistischer Ansatz, der - sofern zu Herzen genommen - ein Wachrütteln der Branche bewirken würde. Zu empfehlen!