Meet and Greet mit Filippo Perini, Lamborghini Design
Veröffentlicht am 8. Oktober 2012 - 1 Kommentar

Transportation Design! Es sind nicht etwa die rationalen Funktionen, sondern es ist die starke emotionale Beziehung, die Menschen zu ihren Automobilen eingehen. Das Design muss die formsprachliche Tradition der Marke genau widerspiegeln, so dass der Konsument sich mit dem Hersteller sowie dem Produkt identifizieren kann.
Seitens des italienischen Automobilherstellers Lamborghini ist Filippo Perini als „Leiter Design“ verantwortlich für die emotionale Beziehung zwischen Marke, Mensch und Automobil. Seine Aufgabe ist es Adjektive wie beispielsweise „exklusiv“, „sinnlich“ und vor allem „sportlich“ – die traditionellen Werte der Marke Lamborghini – visuell sichtbar zu machen.
Während meines Besuches der Modial de I‘Automobile 2012 in Paris ergab sich mir die Chance Filippo Perini zu treffen…

Das Design eines Lamborghini ist nicht nur einzigartig und in seiner Formsprache kompromisslos, sondern auch seit Generationen unverkennbar italienisch. Modelle wie der Miura und der Countach waren damals ihrer Zeit weit voraus und noch heute findet man den unverwechselbaren Charakter eines Lamborghini in dem Design aktueller Modelle, wie beispielsweise dem des Aventador, wieder.

Vor dem Aventador stehend fängt Filippo Perini sogleich leidenschaftlich an über die Linienführung sowie die Proportionen der Karosserie zu philosophieren: „Ziel sei es gewesen, die Kraft und die Dynamik der Triebwerke zu zeigen“, so Perini und weiter: „Wir verkaufen dem Konsumenten ganz klar Sportlichkeit und jede Menge Fahrspaß“.
Gerade letztere Aussage ließ das Gespräch schnell auf Touren kommen: „Wenn man Fahrspaß verkauft, woher lässt sich dann die Form sowie die Linienführung – bestehend aus Hauptlinie, Tornadolinie etc. – des Aventador ableiten?“, wollte ich wissen und spielte dabei auf den noch immer unter Designern hart diskutierten Gestaltungsleitsatz „Form Follows Function“ an. „Bei Lamborghini orientieren wir uns an der Raumfahrt und das finale Design des Aventador basiert auf Entwürfen die dreidimensional am Computer entstanden und getestet worden sind“, so Perini.
Anhand meiner gesammelten Erfahrungen in Sachen „Transportation Design“ zeigte sich mir hier zum ersten mal ein ganz neuer Ansatz bezüglich der Designentwicklung eines Automobils: Lamborghini setzt ganz im Gegensatz zu anderen Automobilherstellern weitestgehend auf Technologie und Software, anstatt auf Clay-Modelle und Papierskizzen.

Nach wenigen Minuten und einigen weiteren Themen – Das Ex- und Interior Design des Aventador, die Verbindung zwischen dem Aventador und dem Murciélago usw. – musste Filippo Perini zum nächsten Interviewtermin und es blieb leider keine Zeit mehr, um noch weiter über die Formsprache zu philosophieren bzw. offene Fragen zu klären. Umso erfreulicher ist es, dass Filippo Perini mich nach Italien, genauer gesagt in das Designcenter „Centro Stile“ in Sant‘Agada Bolognese eingeladen hat.

Abschließend möchte ich mich bei der Automobili Lamborghini S.p.A., aber vor allem bei Gerald Kahlke und Filippo Perini für den aufschlussreichen Dialog und die fantastische Unterstützung bedanken – Vielen, vielen Dank!
© Bilder: Jan Gleitsmann (Auto-Geil.de) / Sketch: OmniAuto.it / Vollansicht: Worldcarfans.com













Jovis Verlag
















Paris12: Wiedersehen mit dem Aventador › "Auto .. geil"
[...] nur das Facelift des Gallardo präsentiert, sondern im exklusiven VIP-Bereich. Dort hatte nämlich Designlovr Kim Granz einen kurzen Termin mit dem Head of Design von Lamborghini Filippo Perini, der nicht zuletzt für das Design des Aventador verantwortlich ist. Quell meiner [...]