Zalando & JvM – Dreiecksbeziehung: Frau, Schuhe, Mann

Werbung

Werbung! Mit einer aggressiven Wachstumsstrategie hat das von den Samwer-Brüdern gepushte Startup Zalando rasch bundesweite Bekanntheit erlangt. Dazu beigetragen hat u.a. das von Jung von Matt entwickelte Dauer-Bombardement an „Schrei vor Glück“ Werbespots, die vor allem die Markenbekanntheit in dem vergangenen Jahr weit nach oben katapultierte. Angefangen hat alles mit einer Warnung an alle Männer…

Mit dem ungewöhnlichen Werbespot „Warnung an alle Männer!“ konnte Zalando direkt zu Beginn der TV Werbeoffensive auf sich aufmerksam machen. Mit dem von Jung von Matt/Pulse entwickelten TV Format begab man sich konzeptionell auf neue Wege: Warnung statt Werbung.
Letzten Endes ist der im Werbeumfeld durch seine ungewöhnliche Machart auffallende Werbespot nichts anderes als eine Art „selbstgedrehte“ Video-Botschaft an alle Männer, in der ein von seiner schuhverrückten Frau geplagter Mann eindrücklich vor Zalando.de warnt. Zentrales Motiv der Kampagne: die Dreiecksbeziehung Frau, Schuhe, Mann.

Nach nicht mal fünf Monaten ging ein neuer Schrei durch den Werbedschungel. Dieses Mal wird auch mit der Angst geworben, allerdings geht es in dem Werbespot „Kommune“ nicht um die Angst des Freundes/Ehemannes, sondern ist der neue Zalando 30-Sekünder eher als eine Hommage an die Kommune I (K1) zu sehen.
In der politisch motivierten Wohngemeinschaft wird über die großen Gefahren des Kapitalismus sinniert. Im Speziellen geht es vor allem dabei um einen Online-Schuhshop namens Zalando, bei dem sich die Menschen mit Schuhen eindecken können. Und genau in diesem Moment ist es passiert, die Katastrophe ist im Anmarsch: Sie, die attraktive Blondine mit prallem Dekolleté, hat Schuhe bestellt.

Auch die nachfolgenden Werbespots wie bspw. „Banküberfall“ und „Sports“ , aber auch die neueste Kreation aus dem Hause Jung von Matt/Pulse – „Virus“ – besticht durch eine schöne Atmosphäre und bringt ein Schmunzeln mit sich, welches die Marke Zalando in einem positiven Licht erstrahlen lässt: Der Werbespot spielt in einer Arztpraxis. Der Doktor diagnostiziert bei seiner weiblichen Kundschaft den „hochansteckenden Zalando-Virus“.

Jung von Matt hat über alle Spots hinweg Kontinuität bewahrt und lässt auf angenehme Art und Weise die eigene Handschrift in jedem einzelnen 30-Sekünder durchschimmern.  Mit unzähligen Auszeichnungen, wie beispielsweise u.a. dem Effie in Gold, wurde Jung von Matt gewürdigt Zalando quasi zum Synonym für Schuhkauf im Internet gemacht zu haben. Letzten Endes sprechen auch die Zahlen für sich: Innerhalb rund zwei Jahre wurde die Markenbekanntheit von 3 auf rund 60 Prozent gesteigert. Respekt!

© Bilder / Videos: Zalando & Jung von Matt

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Behind the blog


Wurde anfangs gerne von einem „Hype“ gesprochen, ist Social Media heute eine Erweiterung gesellschaftlicher Kommunikationskanäle in die digitale Welt. Die fortwährende Entwicklung der Medienlandschaft hat die bestehenden Strukturen des Shannon-Weaver-Modells grundlegend geändert - und so scheint es, dass bspw. Konsumenten weitgehend resistent sind gegenüber einstige Werbebotschaften. In diesem Zusammenhang bat mich das deutschlandweit agierende Branchennetzwerk #SoMe in Kooperation mit der oldenburgischen Industrie- und Handelskammer eine Kolumne für das Magazin „Oldenburgische Wirtschaft“ zu verfassen: „Facebook - Hype oder Chance“.